• David Hirschmann

Starker Auftritt auf der Heiligenkreuzer Trabrennbahn bleibt unbelohnt


24.08.2019


Der TUS Teschl Heiligenkreuz am Waasen muss sich gegen den SC Fürstenfeld mit 2:4 geschlagen geben. Das obwohl die Mannschaft von Gerald Tödtling auf der Heiligenkreuzer Trabrennbahn phasenweise eine starke Leistung ablieferte.

Wir haben uns nur ganz spontan und kurz mit diesem Thema befasst und somit könnte es durchaus sein, dass es in der Steiermark noch mehr davon gibt aber unseren Recherchen zufolge gibt es hierzulande nur in Gröbming und Admont eine Trabrennbahn. Wir haben nach Bildern von diesen zwei Trabrennbahnen in der Steiermark und von weiteren Trabrennbahnen in Wien, Niederösterreich, Oberösterreich, Salzburg und Tirol gegoogelt und dabei immer wieder eine ganz bestimmte Ähnlichkeit zu unserer Heimstätte, dem Sportplatz Heiligenkreuz, der Schlagerfestung feststellen können: Den Untergrund auf dem die jeweiligen Protagonisten unterwegs sind, dort die Pferde und bei uns die Fußballer. Welches Fazit ziehen wir daraus? Ein ewig leidiges Thema hat in den vergangenen Wochen seinen absoluten Tiefpunkt erreicht. Die wohlgemerkt immerhin vierthöchste Spielklasse Österreichs auf diesem Untergrund? An Peinlichkeit nicht zu überbieten...

Rund 400 Zuschauer waren zum zweiten TUS Heiligenkreuz-Heimspiel der Saison gepilgert um sich das (Pferde?)rennen anzusehen. Nachdem auch der letzte Zuschauer begriffen hatte, dass hier aber tatsächlich Fußball gespielt werden würde, gab es aber kein Trabrennen, sondern ein richtig intensives und attraktives Hochgeschwindigkeitsrennen zu sehen, wohlgemerkt im Fußballsport.

Unsere Gelb-Schwarzen erwischten einen perfekten Start und kamen bereits früh in der Partie zu guten Chancen. Nach 13 Minuten fiel dann der bereits längst verdiente Führungstreffer. Nach einer perfekt hereingetragenen Ecke von Manuel Leeb kam Johannes Driesner zum Ball und verwertete eiskalt zum 1:0. Bitter: Fürstenfeld schlug direkt nach der Heiligenkreuzer Führung zurück und stellte auf 1:1. Der Torschütze war aber nicht wie zunächst gedacht Daniel Siemmeister, sondern der Schuss von Andreas Wilfling wurde von der TUS-Abwehr unglücklich ins eigene Tor abgefälscht. Die Begegnung wurde immer hochklassiger und in Minute 24 brachte Driesner die Heimischen nicht nur zum zweiten Mal zum Jubeln, sondern auch zum Staunen. Unser Allrounder hat es im Sommer offensichtlich nicht verlernt und traf per Traumfreistoß zum 2:1. Sechs Minuten später folgte aber der erneute Rückschlag: Heiligenkreuz konnte das Spielgerät nicht aus der Gefahrenzone bringen und Tobias Tomka traf per Kopf zum 2:2. Das war dann auch der Pausenstand.

Auch im zweiten Durchgang erwischte das Tödtling-Team den besseren Start. Wieder war es Johnny Driesner, der eine gute Gelegenheit vorfand (49.). Nach und nach kamen dann auch die Gäste aus Fürstenfeld immer besser in die Partie und fanden Chancen vor. Es ging hin und her und nur die Abwerreihen verhinderten, dass die Zuschauer weitere Tore zu sehen bekamen. Rund zehn Minuten vor Ende wurde es erneut richtig bitter, denn wieder schlugen sich unsere Gelb-Schwarzen den Ball quasi selbst ins Tor. Domagoj Beslic netzte per Foulelfmeter zum 2:3 ein (79.). Der hatte nun Appetit auf mehr und legte in der 85. Minute zum 2:4-Endstand nach. Eine richtig bittere Heimniederlage nach starker Leistung.

P.S.: Ein großes Dankeschön und Lob an unsere von Jugendobmann Herbert (Hörby) Kurzmann betreuten Kids, die unsere Mannschaft vom Anpfiff bis zum Abpfiff lautstark und vorbildlich unterstützten!