• David Hirschmann

Die Erfolgsserie in der Schlagerfestung ist (vorerst) gerissen


19.05.2018


Die Erfolgsserie in der Schlagerfestung ist vorerst beendet. Der TUS Teschl Heiligenkreuz am Waasen muss sich gegen den ASK Voitsberg mit 1:4 geschlagen geben und fragt sich, warum eigentlich? – hier der Versuch, das Unbeschreibliche in Worte zu fassen …

Auch am Tag danach müssen wir von einer sehr unglücklichen und dementsprechend umso bitteren Heimniederlage sprechen. "Das ist das beste Spiel von uns, dass ich in dieser Saison gesehen habe", "ganz starke Leistung", nur zwei von vielen sehr positiven Kommentaren, die während der 90 Minuten auf der Haupttribüne am Sportplatz Heiligenkreuz zu hören gewesen waren. Am Ende stand auf der Anzeigetafel aber eine 1:4-Heimniederlage. Die erste seit 20. Oktober 2017 (1:2 gegen St. Anna/Aigen).

Zwei Stunden vor Spielbeginn öffnete der Himmel seine Schleusen und es schüttete wie aus Kübeln. So mancher zweifelte, ob das vorletzte Heimspiel in der Spielzeit 2017/18 überhaupt wie geplant stattfinden könne. Pünktlich zum Anpfiff war der Regen aber weitergezogen, der Platz war noch immer bespielbar und bevor der Tag in die Nacht überging, kam sogar noch leicht die Sonne zum Vorschein. Es war also alles angerichtet für die Revanche der 0:6-Pleite im Hinspiel.

Ganz besonders motiviert war unser Lukas "Luki" Starchl. Schnürte der 22-jährige Mittelfeldspieler von Sommer 2015 bis Winter 2017 doch noch für den ASK Voitsberg die Fußballschuhe. Dort hatte er es unter Trainer Christian Zach zum Schluss nicht mehr ganz leicht und gab daraufhin im vergangenen Januar sein Comeback in Heiligenkreuz am Waasen.

Beide Mannschaften starteten sehr offensiv in die Partie. Sowohl auf Seiten der Hausherren, als auch auf Seiten der Gäste bekamen die rund 250 Zuschauer erste gute Chancen zu sehen. Aufgrund der starken Defensivreihen bzw. Torleute blieb es jedoch zunächst beim 0:0. Nach und nach übernahm unser TUS Heiligenkreuz immer mehr das Kommando und machte ein ganz starkes Spiel. Der Ball wollte aber leider nicht ins Tor von Voitsberg-Schlussmann Markus Hiebler und so bewahrheitete sich wieder einmal eine der gängigsten Fußballerweisheiten: "Die Tore die du vorne nicht machst, bekommst du hinten rein." In der 35. Minute trug sich ASK-Kapitän Jürgen Hiden in die Schützenliste ein. Ganz bitter, denn das, was die Stiefingtaler in der ersten Halbzeit gezeigt hatten, war ganz großes Kino!

Im zweiten Durchgang sollte sich daran nicht viel ändern. Die Mannschaft von Gerald Tödtling war weiterhin nach vorne ausgerichtet und setzte alles daran, um das Spiel noch zu drehen. Die Chancen blieben zunächst aber weiter ungenutzt und so kam es, dass Dieter Elsneg in der 79. Minute auf 2:0 für die Weststeirer erhöhte. Kurz drauf konnte Johannes Driesner zwar noch auf 1:2 verkürzen (82.), in der Schlussphase ging dann aber leider nichts mehr und der eingewechselte Michael Grischenig sorgte mit einem Doppelpack in der 90. Minute bzw. Nachspielzeit für den viel zu heftigen 1:4-Endstand. So bitter es auch ist: Gratulation an Voitsberg für diese Unberechenbarkeit vor dem Tor, das ist Klasse.

Für unsere Gelb-Schwarzen gilt es jetzt aufzustehen und eben eine neue Erfolgsserie zu starten.